Infrarot-Heizsysteme
Werner Rüdisühli
Steingasse 5
CH 9043 Trogen
Tel. +41 (0)71 55 88 666

         


Häufig gestellte Fragen zu Infrarot-Heizungen
 

 
 
Frage Antwort
Ich habe die Infrarot-Heizungen an der Messe gesehen. Die Preise sind allerdings doppelt so hoch wie die von wellenrot. Der Anbieter argumentiert mit "Swiss made". Sind Ihre Paneelen demnach schlechter Qualität? wellenrot produziert auch eine Exklusiv-Linie in der Schweiz. Das Glas hier ist wesentlich teurer und auch der Farb- und Foto-Druck. Das liegt an den niedrigen Bestellmengen oder gar Einzelanfertigungen. Für Kunden mit speziellen Wünschen spielt das jedoch keine Rolle. Die Qualität wird durch eine Einzelanfertigung jedoch nicht besser.
Wir beziehen 90% unserer Produkte aus Deutschland. Die Produktionszahlen sind dort wesentlich höher. Das schlägt sich bei gleicher Qualität natürlich auf den Preis nieder. Bei Standard Heizplatten sehen wir keinen Grund, für gleichwertige Produkte einen Mehrpreis zu bezahlen einzig wegen der einheimischen Produktion. Ein solches Wirtschaften, meist verbunden mit Täuschungsmanövern und dem Verbreiten von Unwahrheiten, hat langfristig sowieso keine Chance in einem offenen Markt.
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Kann ein komplettes EFH (6 ½ Zimmer mit 160 m2 Wohnfläche) ganz alleine mit den Infrarotheizungen im Winter beheizt werden?
 
Sie können jeden Raum äusserst wirtschaftlich mit Infrarot beheizen. Für den Wohnbereich empfehle ich die Niedertemperaturstrahler (Oberflächentemperatur 70 - 110 Grad Celsius), ganz egal ob es ein einzelner Bastelraum, eine Wohnung oder ein ganzes Haus ist; für Industrieanlagen eignen sich Hochtemperatur-Strahler (Oberflächentemperatur ca. 300 Grad Celsius) besser.
Haben die Heizungen einen Temperaturregler? Die Heizungen haben in der Regel keinen Temperaturregler. Thermostaten gibt es in verschiedenen Ausführungen. Eine Auswahl finden Sie unter Zubehör. Die IR-Heizplatten haben einen internen Ueberhitzungsschutz. Sollte die Platte überhitzen, schaltet sie automatisch aus.
Werden diese Infrarotheizungen über Strom-Steckdosen (230 V) betrieben?
 
Genau. Sie können die Heizpaneele direkt an einer 220V Steckdose einstecken. Ueber einen Thermoschalter erzeugt die Heizplatte genau die Temperatur, die Sie programmiert haben.
Sind Infrarotheizungen gesundheitlich unbedenklich?
 
Alle Lebensprozesse sind bestimmt von der Strahlung der Sonne. Die IR-Strahlung hat einen erwiesenermassen positiven Einfluss auf die Zellprozesse. Mit IR-Heizungen fühlt man sich kräftiger in der sonnenarmen Winterszeit. Die IR-Sauna z.B. wird für die Durchblutungsförderung, sowie die Stärkung der Immunabwehr eingesetzt.
IR-Strahlung hat keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit. IR-Strahlung im C-Bereich (Bereich unserer Heizungen) produziert keinen Elektrosmog, keine nennenswerten Magnetfelder usw. Wichtig ist es jedoch, die Heizplatten am Arbeitsplatz nicht in Abständen kürzer als 1m neben oder über den Kopf zu platzieren, da Sie sonst sprichwörtlich einen heissen Kopf bekommen.
Ich habe einen Dachgeschoss-Raum  von 8x7m Grundfläche. Die Decke läuft von 0 auf 300cm Höhe. Ich möchte die Raumtemperatur von durchschnittlich 17 Grad bei Bedarf auf ca. 21 Grad anheben. Der Raum ist gut gedämmt (Isoflock 15-20cm). Ich denke an 2 Stück Heizplatten à 300W. Mehr gibt die Stromversorgung nicht her. Kann ich mit Ihren IR-Heizplatten mein Ziel erreichen? Es gibt zwei grundsätzliche Probleme:

1. Die Leistung von 600W ist viel zu gering, um einen Raum dieser Grösse nach Bedarf aufzuheizen.
Infrarot-Niedertemperatur-Strahlungsheizungen arbeiten mit der Hülle. Die Wände, Decken, Böden sind massig und behalten Ihre Temperatur lange aufrecht. Wenn sie einmal abgekühlt sind, braucht es Zeit, bis sie wieder aufgeheizt sind. Es ist deshalb nicht möglich, mit Infrarot-Heizungen nach Bedarf zu heizen. "Nach Bedarf" heisst hier, in den 17 Grad warmen Raum zu gehen, die IR-Heizung einzuschalten und "zack" ist es warm.
Es ist auch nicht sinnvoll, während der Nacht (Niedertarif) die Raumtemperatur um mehr als 2 Grad abzusenken, weil die Heizung es nicht schafft, am Morgen den Raum innert 60 oder weniger Minuten auf die gewünschte Temperatur zu bringen.

2. 600W ist 1/3 eines herkömmlichen Heizlüfters. Auch die Infrarot-Heizung kann nicht zaubern. Bleiben Sie realistisch in den Anforderungen. Gegenüber einer Konvektions-Heizung brauchen Sie etwa 50% der Energie mit Infrarot. 50% sind aber nicht 10% oder 20%.

Gibt es irgendwelche akustischen Geräusche, die durch die Infrarotheizungen verursacht werden (z.B. surren?) Alle Heizpaneelen von Wellenrot erzeugen keinerlei Geräusche.
Braucht man im Kanton Zürich eine Bewilligung für die Montage solcher Infrarotheizungen?
 
Ich kenne bisher keinen Fall von Verbot. Dennoch empfehle ich bei Festmontage (Unterputzmontage) die Heizung beim EW anzumelden. Möglicherweise erhalten Sie sogar einen günstigeren Stromtarif, da die IR-Heizungen sehr sparsam und  umweltverträglich sind. Beachten Sie z.B. die Vergleichsstudie der Universität Kaiserslautern.
Wie lange dauert in etwa die Montage für ein 6 ½-Zimmer Einfamilienhaus. Mit Steckerthermostaten schaffen Sie das in einem Tag. Ueber den Zeitaufwand und die Kosten für Unterputz-Montage gibt Ihnen ein Elektriker Auskunft.
Wie hoch sind die ungefähren Stromkosten? Momentan benötigen wir ca. 2000 Liter Heizöl pro Jahr (ca. CHF 2000). Mit Sicherheit ist das Heizen mit Infrarot billiger als mit Oel. Dazu kommen die gesundheitlichen Vorteile (keine Staubaufwirbelung wie bei Konvektions-Heizungen, keine Schimmelbildung wegen warmer Luft und kalten Wänden) und die Mobilität (Heizung kann problemlos deplaziert werden). Bei MinErgie Häusern z.B. kann man mit ein oder zwei Zusatz-IR-Heizungen Kälteperioden mit wenig Geld überbrücken.

Für die 160m2 brauchen Sie ca. 20 - 60W pro m2. Rechnen wir einmal mit einem hohen Wert von 50W pro m2. Sie kommen dann auf 8kWp Spitzenleistung. Die Heizplatten sind pro Tag ca. 8 Stunden in Betrieb, um die Wohlfühltemperatur von z.B. 22 Grad zu gewährleisten. Die Heizperiode dauert in der Schweiz ca. 210 Tage (Tessin 180 Tage).

Sie erhalten dann folgende Rechnung:

8 kW x 8h x 210Tage = 13'440 kWh

Bei einem Durchschnittspreis pro kWh von 15 Rappen ergibt das Kosten von:

13'440 x Sfr. 0.15 = Sfr. 2'016.--

Da Sie nur Sfr. 2'000.-- für das Oel bezahlt haben, sind die 50W pro m2 sicher zu hoch berechnet. Wahrscheinlich brauchen Sie wesentlich weniger Leistung pro m2. Ein Test in einem Zimmer könnte Ihnen darüber Aufschluss geben.

Was wären die ungefähren Kosten für die Infrarotheizungen inkl. Montage (Kanton Zürich, 6 ½ Zimmer EFH, 160 m2 Wohnfläche)? Es ist mir bewusst, dass es schwierig ist, dass vom Pult aus abzuschätzen, jedoch genügt mir auch eine grobe Kosteneinschätzung aufgrund Ihrer Erfahrungswerte. Es ist nicht so schwierig, darauf zu antworten.

Gehen wir von den (in Ihrem Fall wahrscheinlich zu hoch gegriffenen) 50W pro m2 aus, so erhalten wir 8kW Leistung für die 160m2.

Unser günstigstes Paneel kostet Sfr. 500.-- mit 600W Leistung. Das wären 13 Platten für die ganze Wohnung oder Sfr. 6'500.--. Dazu kommen noch die Thermoschalter, die Sie mit Sfr. 55.-- bis Sfr. 80.-- pro Heizung berechnen müssen.

Glas-Heizplatten kosten rund Sfr. 1.50 pro kW, bzw. Sfr. 9'000.-- für Ihre Wohnung.

Die Montage mit Steckerthermostaten kostet ca. Sfr. 1'000.--, Die UP-Montage muss Ihnen der Elektriker offerieren.

Die IR-Heizungen sind absolut unschlagbar in der Anschaffung, im Unterhalt und in der Amortisation.

 

Wir hatten diesen Winter durch eine verstopfte Filterdüse einen Heizungsausfall. Bis zur Reparatur haben wir mit kleinen Keramikheizlüftern geheizt. Uns ist aufgefallen, dass die Raumluft dadurch zwar warm war (z.B. 22 Grad), jedoch durch den Betonboden bzw. Teppich immer noch Kälte aufgestiegen ist (kalte Füsse). Wenn die Bodenheizung in Betrieb ist, haben wir dies ansonsten nicht. Lüfter erhitzen primär die Luft und erst sekundär die Festkörper. Diese Heizvariante ist ungünstig. Durch Luftströme entstehen auch immer Temperaturgefälle (heisse Luft steigt nach oben, kühlt sich ab und wird, nachdem sie die Wärme vorwiegend im Deckenbereich abgegeben hat, abgekühlt über dem Fussboden wieder zum Radiator zurückgeführt, wo der Kreislauf von Neuem beginnt.  Sie können die Temperaturdifferenzen zwischen Decke, Fussboden, Innen- und Aussenwand messen. Sie kann bei Konvektion bis zu 6 Grad Celsius betragen. Eine ÎR-Strahlungsheizung verteilt die Wärme viel gleichmässiger im Raum. In unserem Ausstellungsraum messen wir in der Regel eine maximale Differenz von 1 Grad Celsius. Natürlich schafft auch die IR-Heizung nicht die Bodentemperatur, die Sie mit einer Bodenheizung herstellen können. Ist der Boden jedoch ausreichend isoliert, werden Sie mit einer IR-Heizung nicht an die Füsse frieren, sofern Sie über Socken und Hausschuhe verfügen.
Ich bin aktuell an der Planung ein Kellerzimmer auszubauen. D.h. das Zimmer mit einer Grösse von ca. 28 m2 soll isoliert und anschliessend vollwertig beheizt werden können. Gerne würde ich den Raum mit IR-Heizung beheizen. 
Welche Isolationsmaterialien würden Sie für die Beheizung mit Infrarotheizungen empfehlen? Ich habe gehört, dass sich definitiv nicht alle Materialien eignen, aufgrund der Wärmespeicherung. Haben Sie Erfahrungen mit anfallenden Heizkosten? Mit welchen jährlichen Heiz-Kosten müsste ich etwa für diesen Raum nach einer professionellen Isolation noch rechnen (ca. 28 m2, Raumhöhe ca. 2.8 m)?
Vielen DANK für Ihre geschätzte Hilfe und fachmännischen Erfahrungen
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Die Frage ist also: "Welche Materialien muss ich wie schichten, um einen höchstmöglichen Wärmegewinn zu erzielen?"

Vorab - die Effizienz der Strahlungsheizung hängt davon ab, wie die Umgebungswände, die Decke und die Wände die aufgenommene IR-Wellen-Strahlung wieder in den Raum zurückstrahlen. Es ist die strahlende Raumhülle, die das angenehme Wärmeempfinden für die Bewohner schafft.

Die Rückstrahlungsfähigkeit der Umgebungswände hängt von der Molekularstruktur deren Materie ab. Wenn ich also an der Innenwand ein Material verwende, das die Strahlung nicht absorbieren, nur durchlassen kann, verliere ich die Wärmeenergie an die nächste Schicht.

Besteht die Innenwand aus einem Material, das die Energie absorbieren, speichern kann, die anschliessende Schicht aus einem strahlungsundurchlässigen Material (Dämmschicht) so würde die Innenwand als optimaler Wärmespeicher  fungieren.

Ein guter Aufbau ist:

1. Schicht: Putz, Abrieb ca. 1cm
2. Schicht: Gipskartonplatte,

Grundsätzlich haben wir es mit der Reflexion, der Absorption und der Transmission von elektromagnetischer Strahlung zu tun.

Ich habe den Elektriker mit der Montage der IR-Heizung beauftragt. Heute hat er mir mitgeteilt, dass es verboten sei, mit Infrarot zu heizen. Warum haben Sie mir nichts davon gesagt? Die Zulassung ist von Kanton zu Kanton verschieden. Eine Installation von 4kW ist im Bereich der St.Gallisch-appenzellischen Kraftwerke AG zulässig (reicht bei mittelmässiger Isolation für ca. 100m2) Mehrverbrauch ist bewilligungspflichtig.
Sie finden die entsprechenden Bestimmungen unten auf dieser Seite.
Wir werden in den nächsten Tagen die Bestimmungen von allen Kantonen veröffentlichen.
   
Die Energie-Beratungsstellen weisen auf eine Studie der Hochschule Luzern hin, die die IR-Heizung als ineffizienten Stromfresser bezeichnet.
So sollen die Kosten für die Beheizung eines Einfamilien-Hausteils von 200m2 Wohnfläche pro Jahr CHF 6'714.-- betragen. Eine Oelheizung würde CHF 5'988.-- und eine Wärmepumpen-Heizung ca. 4'700.-- kosten.
Meine persönliche Meinung zu dieser "Studie":

Die Studie ist eine Schande für die Universität Luzern und alle Medien, die sie populistisch zitieren. Sie zwingt mir das Sprichwort auf: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing".

Fakt ist, dass diese "Studie" im Herbst 2010, also im letzten Winter,  in Auftrag gegeben worden ist, nachdem die Energie-Fachleute die IR-Heizung schon abgeurteilt und die entsprechenden Gesetze in die Wege geleitet hatten - ohne jegliche Fakten. Die Studie wurde also als Alibi-Uebung nachgereicht.

Die Studie strotzt vor willkürlich angenommenen Parametern. Nur schon die angenommenen Kapitalkosten, die bei der IR-Heizung mit CHF 1'507.-- eingesetzt werden sind absolut lächerlich. Demnach wäre eine Oelheizung billiger, trotz Heizungs- und Brennstofraum! Schande über die Verfasser!
Tatsächlich kostet eine IR-Heizung für dieses Objekt rund CHF 10'000.--, was jährliche Kapitalkosten von rund CHF 500.-- ausmacht.
Selbst wenn man die modernste Steuerung einbaut, kommt man auf nicht mehr als 800.-- jährliche Amortisationskosten.

Die Studie ist eine Computersimulation und hat nichts mit den realen Verhältnissen zu tun. Es ist schlicht unmöglich, auf einer Wohnfläche von 200m2 CHF 6'714.-- Strom für die IR-Heizung zu verbrauchen (Ausser man lässt die Fenster geöffnet).Wenn man die Amortisation der IR-Heizung mit hohen CHF 714.-- pro Jahr beziffert, bleiben immer noch CHF 6'000.-- für die Stromkosten übrig. Das entspricht (bei durchschnittlich 15Rappen pro kWh) 40'000kWh pro Jahr - ein absolutes Unding. Das wäre ein Strombedarf von 200kWh täglich, wenn man die Heizperiode mit 200 Tagen festlegt.
Zum Vergleich: wir heizen unseren Ausstellungsraum von 75m2 mit rund 8kWh pro Tag, also rund einem Achtel des von der Hochschule Luzern errechneten Verbrauchs. Selbst wenn die 200m2 sehr schlecht isoliert sind, errechnet sich ein Verbrauch von maximal 80kWh pro Tag, was zu Jahreskosten von CHF 3'214.-- führt. Ein Wert, der weit realistischer ist und die IR-Heizung dahin bringt, wo sie hingehört - an die Spitze, vor allen anderen Systemen.

Wenn die Rechnung gemacht wird mit einem nach Minergie-Standard erneuerten Haus, dann schneidet die IR-Heizung noch besser ab. Ein Minergie-Haus heizen Sie  erfahrungsgemäss mit 20W pro m2. Das entspricht bei 200m2 4kW Spitzenbedarf oder 32kWh Strombedarf pro Tag (durchschnittliche Einschaltzeit von 8 Stunden). Das ergibt dann 6'400kWh pro Jahr, entsprechend  CHF 960.-- Stromkosten. Die Produktion und Installation der IR-Heizungen verbraucht mit Abstand am wenigsten graue Energie von allen Heizsystemen. Je besser der Isolationsstandard, desto angebrachter die IR-Heizung.

Es ist doch verwunderlich, dass die gleichen "Fachleute" welche die IR-Heizungen verteufeln, die Elektromobilität  befürworten. Da sollen dann die Elektroroller plötzlich wesentlich effizienter sein als Benziner.
Dabei produziert auch ein Elektro-Roller ungenutzt Abwärme, während das Abfallprodukt der IR-Heizung wiederum Wärme ist...

Die Frage für oder gegen die IR-Heizung ist eine energie- und sozialpolitische Frage. Diese Frage ist berechtigt. Wo holen wir die Energie für unsere verschiedenen Verbraucher her? Wie sind die verschiedenen Energiequellen energetisch, sozial und ökologisch zu gewichten? Warum hat noch kein einziger Tankerunfall die "Energieexperten" zu einer Aechtung des Oels und zur wirklichen Förderung alternativer Energien veranlasst?

Studie der Uni Luzern (Komputersimulation)

Studie der Universität Kaiserslautern (zwei Wohnungen wurden real gemessen)
 

 

Eine Infrarot-Heizung ist ein Heizsystem, welches annähernd verlustfrei die elektrische Energie in Infrarot-Wärmewellen umwandelt. Diese treffen direkt auf die umliegenden Gegenstände auf und "heizen" diese auf, ohne Umwege - in effektivster Form.

Weltweit gibt es kein besseres Heizsystem, ausser der direkten Sonneneinstrahlung. Auch theoretisch besteht keine bessere Möglichkeit, Energie annähernd verlustfrei in Wärme umzuwandeln.

High-Tech aus China

Galt China noch vor wenigen Jahren als Exportland billiger Massenware, ist die Volksrepublik mittlerweile grösster Lieferant von High-Tech-Produkten: Drei Viertel aller DVD-Player und TV-Geräte, zwei Drittel aller Kopierer und Mikrowellenherde sowie über die Hälfte aller Handys sind Made in China. 

Doch auch der weltweit schnellste Supercomputer Tianhe-1A sowie die dritt-, fünft- und siebent-wertvollsten Unternehmen der Welt kommen aus dem Reich der Mitte. In den nächsten 5 Jahren plant die Volksrepublik rund 1.5 Billionen Dollar in Zukunftsindustrien zu investieren. Persönliche Unfreiheit und wirtschaftlicher Erfolg sind keine Gegensätze: 87 Prozent der Chinesen sind mit dem eigenen Land zufrieden, in den USA sind es 30
1. Zeit, sich dieser Herausforderung zu stellen, denn auch dieses Wachstum hält nicht ewig an.

 

Spezielle Vorschriften der 
St.GALLISCH-APPENZELLISCHEN KRAFTWERKE AG
http://www.sak.ch/sak/geschaeftskunden/installationsfirmen/werkvorschriften.aspx

8.23 Wiederstandsheizungen

10.341 Die Summe der ungesperrten Anschlussleistung von Raumheizungen darf pro Zählerstromkreis 
            höchstens 4kW betragen.

 

Auführliche Bestimmungen finden Sie hier!

 

Berechnung Heizbedarf Infrarot-Heizungen

Für die Infrarot-Heizung gelten nicht die gleichen Berechnungsgrundlagen wie für Konvektionsheizungen.
Leider hat sich bisher noch niemand die Mühe gemacht zu untersuchen, welche Faktoren für den Strombedarf von IR-Heizungen bestimmend sind.
Somit bleibt der einzige Anhaltspunkt die praktische Erprobung und Messung vor Ort. Diese praktische Erprobung ergibt fast durchwegs sehr gute Resultate im Vergleich zu allen anderen Heizsystemen.
Was die Gegner der IR-Heizung immer wieder unterschlagen ist die Tatsache, dass IR-Heizungen am wenigsten Energie für ihre Herstellung verbrauchen (graue Energie). Sie haben auch keinerlei bauliche Massnahmen zu treffen. Sie brauchen keinen Kamin, keinen Heizraum, keinen Lagerraum für Heizmaterial (Holz, Oel), Sie brauchen keine aufwendigen Wasserleitungen, die zum Haus geführt werden (Geothermie), keine Tiefenbohrungen, keine Wasserleitungen zu den Radiatoren usw. Sie haben mit IR-Heizungen praktisch keinen Wartungsaufwand.
Es nützt nichts, wenn ich für die Herstellung eines Systems 100 Einheiten an Umweltgiften produziere, um beim Verbrauch während der gesamten Lebensdauer 50 Einheiten einzusparen (im Vergleich zu einem anderen System).

Die IR-Heizungen sind äusserst flexibel zu platzieren (falls eine Umstellung von Möbeln notwendig wird), können als dekorative Elemente ausgeführt und mit 100% alternativer Energie betrieben werden.

Wer gegen den Bedarf von Strom fürs Heizen ist, muss bedenken, dass Oel das Heizmaterial mit dem meisten "Blut an den Händen" ist, CO2- intensiv und unmittelbar umweltschädlich (Tankerunglücke, Verschmutzung des Grundwassers und das Abfackeln in den Förderländern usw.). Der Ausstieg aus der Atomenergie darf nicht dazu führen, dass wir über Blockheizkraftwerke noch mehr Oel und Gas verbrennen. Anzustreben ist eine Energieproduktion mit Fotovoltaik, Wind und Gezeiten. Wenn die staatlich verordneten Massnahmen in die Förderung dieser Art von Energiegewinnung gehen, wird der Verzicht auf Oel und Gas bald möglich sein!

Einfluss auf den Strombedarf der IR-Heizungen (wie grundsätzlich alle Heizsysteme) haben:

- Grundfläche der Räume
- Exposition der Räume (Höhe ü.M., Freistehend, eingebettet in Stadtkern)
- Isolationswert der Wände/Decke/Boden
- Einfamilienhaus/Mehrfamilienhaus (weniger Verlust wenn oben und unter Mieter sind)
- verwendete Materialien
- verwendete Heizplatten (nicht alle IR-Heizungen haben den gleichen IR-Anteil)

In unsserem Ausstellungsraum im Zentrum von St. Gallen brauchen wir lediglich 4 Heizplatten mit einer Gesamtleistung von 1kW, um 75 m2 auf 23Grad Celsius zu heizen. Das Haus ist innenisoliert, ist umgeben von anderen Häusern ( also windgeschützt) ist im 1. Stock (oben und unten Mieter, die auch heizen).

Die IR-Heizung ist nicht nur für Altbauten zu favorisieren, sondern vor allem für Minergiebauten und besser. In diesen Wohn/Arbeitsbereichen wird der Heizbedarf minim und eine Heizanlage auf Oel/Gas oder Geothermie wegen der grauen Energie (das ist die Energie, die für die Produktion dieses Heizsystems, der Leitungen usw. verbraucht wird) unökologisch. Je besser ein Haus isoliert ist, desto mehr drängt sich aus Umweltgründen eine IR-Heizung auf.

Als Faustregel können Sie mit folgenden Stromverbrauchswerten rechnen:
 

Isolationsstandard Verbrauch pro m2 Grundfläche
Minergie+ 15W
Minergie 20W
Doppelschalenmauerwerk MFH 25W
Doppelschalenmauerwerk EFH 30W
Mehrfamilienhaus 70er Jahre mit Dämmfassade oder Innendämmung 30W
Mehrfamilienhaus 70er Jahre ohne Dämmfassade oder Innendämmung 40W
Holzchalet Blockhaus 45W
Schlecht isolierte Häuser 50W und mehr

Der Streit um die Oekologie und den effektiven Verbrauch
 
Sinnvolle Ergänzung…
Beliebt sind Infrarotheizungen etwa in Dusche und Bad; häufig sind sie auch in älteren Wohnliegenschaften ohne Zentralheizung anzutreffen. Sie lassen sich ergänzend und aufgrund der kurzen Reaktionszeiten bedarfsgerecht einsetzen. So besteht sogar die Möglichkeit, einzelne Räume eines hoch effizienten Energiesparhauses elektrisch mit Wärme zu versorgen. Die Zusatzheizung wird dabei nämlich nur einen kleinen Restbedarf abzudecken haben. Von Lieferanten und Installateuren werden als zusätzliche Verkaufsargumente häufig der 100%-ige Wirkungsgrad bei gleichzeitig CO2-armer Wärmeumwandlung erwähnt. Tatsächlich kann der Bezug von Strom aus erneuerbaren Quellen die Ökobilanz einer Elektroheizung bedeutend verbessern.

… oder energiepolitisches Auslaufmodell?
Dennoch sind elektrische Heizsysteme umstritten. In vielen Kantonen wird sogar über ein generelles Verbot von Elektroheizungen nachgedacht. «Strom als Heizquelle einzusetzen ist energetisch ineffizient und deshalb grundsätzlich unerwünscht», sagt Fadri Ramming, Generalsekretär der Konferenz kantonaler Energiedirektoren (ENDK). Eine Elektroheizung produziere gleichviel Wärme wie eine Wärmepumpe, benötigt dazu aber vier Mal mehr Strom. Folglich seien auch die Heizkosten höher. «Elektroheizungen sind deshalb als energiepolitisches Auslaufmodell zu betrachten», so Ramming. Schweizweit wird sich eine restriktive Bewilligungspraxis durchsetzen. Im Einzelfall – etwa bei einem Ersatz einer bestehenden Elektroheizung – würden die Behörden aber sicher verhältnismässig vorgehen. In Ausnahmefällen, wie beispielsweise in Altbauten ohne bisheriges Wärmeverteilsystem, könnten Infrarotheizungen durchaus erlaubt sein. Dennoch rät ENDK-Generalsekretär Ramming allen Hauseigentümern vor einer Installation, sich dringend bei den kantonalen Energiefachstellen über Alternativen zu informieren.

 

Es wird gebogen und gelogen, was das Zeug hält!

In dem Artikel aus hausinfo.ch (http://www.hausinfo.ch/home/de/gebaeude/energie/heizsysteme/infrarotheizung.html) sind die typischen Unwahrheiten der IR-Gegener vereint. Um die IR-Heizung schlecht abschliessen zu lassen, wird z.B.die Wärmepumpe mit einer Effizienz von 1:4 (1 Teil Strom für 4 Teile Wärme) eingesetzt. In Tat und Wahrheit beträgt die Effizienz schweizweit 1:2,1 (Roger Nordmann: Atom- und erdölfrei in die Zukunft, S 163. "Die Wärmepumpen in der Schweiz produzieren im Durchschnitt bloss 2,1 Einheiten Wärme pro Einheit Strom. Ihre grosse Verbreitung ist deshalb nicht unproblematisch.")
Auf der anderen Seite vergleicht man die IR-Heizungen mit den herkömmlichen konvektionellen Heizlüftern, was einer Verschlechterung von 2:1 gleichkommt. Durch dieses Tricksen erhält man am Ende einen Faktor von 4:1 gegenüber der IR-Heizung. Tatsächlich sind es 1:1. Auch hier bestehen in der Praxis natürlich Abweichungen auf die eine oder andere Seite.

Was aber grundsätzlich verschwiegen wird, sind die Investitionskosten für die jeweiligen Heizsysteme. Ein Minergie+ Haus, was heutiger Baustandard ist, braucht pro m2 Wohnfläche rund 15W Strom zum Beheizen mit Infrarot. Das sind für 150m2 2,25kW. Auf 210 Tage à 8 Stunden Betriebszeit umgerechnet ergibt das einen Jahres-Heizverbrauch von 3'780kWh, entsprechend CHF 750.-- Stromkosten. Wenn Sie 40m2 Solarddach montieren können, produzieren Sie damit mehr Strom  als Ihr Heizsystem verbraucht. Hier ist allerdings noch eine effiziente Stromspeicherung nötig, um während der Monate Nov.-Febr. auch eine Eigenstromversorgung sicher zu stellen.

Das grosse Plus an der IR-Heizung ist jedoch die graue Energie. Das ist die Energie, die ein System zu seiner eigenen Herstellung verbraucht. Bei der IR-Heizplatte ist dieser Energieaufwand minim. Das zeigt sich auch im Kaufpreis. Die Einrichtung für das obige Minergie+ Haus betragen maximal CHF 6'000.-- inkl. moderner Steuerung. Gerechnet wurde mit 8 Heizkörpern und einer eco-starter Steuerung.

Jedes andere Heizsystem, das den modernen Anforderungen an Komfort und Gesundheit entspricht, ist wesentlich teurer und zeigt auf, dass zu dessen Herstellung wesentlich mehr Energie verbraucht wurde. Bei einer IR-Heizung brauchen Sie keinen Heizraum, keinen Lagerraum für Brennmaterial, keinen Kamin. Sie müssen nicht bohren, Humus abbaggern, Wasserleitungen verlegen usw. All das braucht Treibstoff und belastet die Umwelt. Sie haben keinen Aufwand für Revisionen, Kaminkehrer usw. Dadurch entfallen Fahrten (Benzinverbrauch) der entsprechenden Service-Monteure und Kaminkehrer.

Es wird auch mit Fakten nicht sauber umgegangen: die Erdwärme ist keine erneuerbare Energie. Wenn Sie z.B. das Register für eine Erdwärmepumpe in 2m Tiefe verlegen, kann es sein, dass die Pumpe soviel Erdwärme entzieht, dass der Boden einfriert und Sie keine Wärme mehr entziehen können. Das selbe gilt für Geothermiekraftwerke! Auch in 5'000m Tiefe ist die Erdwärme nicht erneuerbar im Sinne von nonstop entziehbar. Nicht nur, dass Erdverwerfungen die Förderung erschweren oder verunmöglichen, auch das Wasser kühlt ab. Ab einem gewissen Punkt ist die Förderung wirtschaftlich  nicht mehr tragbar. So wird mit einer Lebensdauer eines Geothermiekraftwerks von 20-30 Jahren am gleichen Standpunkt gerechnet.

 

Eine sinnvolle Auseinandersetzung mit den verschiedenen Heizsystemen erfordert die Akzeptanz von tatsächlichem Verbrauch und nicht Argumentation "aus dem Bauch heraus".